Leitbild


Frühstückstreffen im Juli 2017 

Jeder Mensch – gleich wie beeinträchtigt er ist – ist  im Innersten ein heiler, ganzer Mensch. Er hat die gleiche Lebensberechtigung wie sogenannte nicht behinderte Menschen und das Recht auf Akzeptanz, Unterstützung und Entfaltung seiner  Bedürfnisse wie alle anderen Menschen auch.  Menschen, die sich mit dieser Überzeugung verbinden können, sind bei uns herzlich willkommen. Mit ihnen wollen wir zusammen leben, uns gemeinsam weiter entwickeln und uns gegenseitig den Freiraum ermöglichen, den jeder zu seiner Entwicklung braucht.
Jeder Mensch bringt sein Schicksal mit in die Gemeinschaft ein. Jeder hat an der Stelle im Leben, wo er gerade steht, etwas zu geben und das Recht etwas zu nehmen.
Und: Er hat immer etwas zu geben, das für die menschliche und gesellschaftliche Entwicklung unentbehrlich ist, davon sind wir überzeugt.

 

Zwei, die den Raum erleben

 

Die Grundmotive unseres Handelns liegen in der anthroposophischen Sozialethik Rudolf Steiners begründet: Jeder Mensch, ob behindert oder nicht behindert, ist ein körperliches, seelisches und geistiges Wesen, das zu eigenverantwortlicher Entwicklung berufen ist. Wesentlich ist hier, dass der Mensch in seinem innersten Wesenskern nicht erkranken oder behindert sein kann. Nur Körper und Seele können in in ihrer Funktion beeinträchtigt sein, was es dem jeweiligen Menschen erschwert, seine Individualität zum Ausdruck zu bringen.
Behinderung ist immer graduell. Jede/r hat Schwächen und Stärken. Manche sind verborgen, andere offensichtlich.

Schwimmbadbesuch von einem, der nicht gehen kann und einem, der nicht singen kann.

 

Bei uns liegt der Schwerpunkt in einer sozialen Ausrichtung. Menschen allen Alters, die sich gern sozial engagieren, sind besonders angesprochen.  Menschen, die ihren Alltag gern mit anderen teilen, ebenso.  Wir freuen uns über Ältere, Familien und Alleinstehende. Mit ihnen wollen wir uns insbesondere für die Menschen mit Hilfebedarf  in der Gemeinschaft einsetzen. Eine wachsende Selbstverständlichkeit im Umgang miteinander macht Inklusion möglich. Es möge sich jeder angesprochen fühlen, der Gemeinschaft schätzt und sich gut vorstellen kann, in einer solchen zu leben.